26 July 2016    
 
 
 
 
 
   FesteBurg
 
 
 
   Bergedorfer MarschenÜber unsUnsere HäuserFranz-von-Assisi

Die Franz-von-Assisi-Kirche

Ein Blickpunkt im Stadtteil: Die Franz-von-Assisi-Kirche

 1986 beginnt die Gemeindearbeit in einem Bauwagen als “Kirche(n)wagen“. 1991 beginnt der Bau der Kirche, nach Plänen von Nils Roderjan, und wird 1993 abgeschlossen. Unter einem Dach befinden sich verschiedene Räume, die unser lebendiges Gemeindeleben ermöglichen. Die mit Kupfer verkleidete Turmspitze ist ein weithin sichtbarer Wegweiser. Die roten Ziegel in Klosterformat geben der Kirche einen rustikalen und zugleich und modernen Charakter. Zugleich vermitteln die grossen Fensterfronten Luftigkeit und Transparenz.

Im Eingangsbereich fällt ein Findling ins Auge. In seiner Funktion als Grundstein erwachsen die tragenden Mauern der Kirche spiralförmig. Unter ihm finden sich kleinere Steine mit den Namen der damals ansässigen Gemeindemitglieder. Im  Altarraum fällt zuerst das  Fenster der Barmherzigkeit ins Auge. Es stammt aus der im Rahmen der Operation Gomorrha zerstörten St.Nikolai Kirche am Hopfenmarkt. Wie viele historische Kirchenfenster wude es in Erwartung des Luftkrieges über Deutschland ausgebaut und eingelagert.

 Taufbecken und  Lesepult sind freischwebend zwischen Decke und Boden montiert und sind so in ihrer Vorläufigkeit Sinnbild für unser Leben: wird eine der Verbindungen zum Himmel oder zur Erde gekappt, geraten wir ausser Gleichgewicht.

Die Kapelle unterm Turm bietet Platz für stilles Gebet und Andacht. Eine besondere Feinheit der Architektur ist der kleine Teufelskopf, eingekeilt zwischen Mauer und Dach, an der Nordostecke der Kirche. Damit wird ausgedrückt, dass das Böse zu unserem Leben gehört, aber in seiner Schadenswirkung begrenzt bleibt.

Franz-von-Assisi-Kirche (Fotos M. Bogumil)

Luftbild FVA
Die Franz-von-Assisi-Kirche und das Jugendhaus von oben gesehen

Gebet nach Franz-von-Assisi

O Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man haßt,
dass ich verzeihe, wo man mich beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde,
sondern dass ich tröste,
nicht, dass ich verstanden werde,
sondern dass ich verstehe,
nicht daß ich geliebt werde,
sondern daß ich liebe.

Denn wer da hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergißt, der findet,
wer vergibt, dem wird verziehen,
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.

(Franz von Assisi zugeschrieben)

Copyright © 2015 Suchen |  Sitemap |  Impressum