18 May 2012    
 
 
 
 
 
 
 
   Bergedorfer MarschenAngebote

Woche des Gedenkens

Im Rahmen der 850 Jahrfeier Bergedorfs wird es vom 13.4.bis 29.4. 2012 zwei Wochen des Gedenkens an die Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 geben.

Gestaltet mit einem umfangreichen Programm, das besonders an die Geschichte der Zwangsarbeiterinnen erinnert, und auch Fragen aufgreift, was heute geschehen muss, damit politisch rechte Gewalt erkannt und zurückgedrängt werden kann und die Würde aller Menschen geachtet wird. 

Die Wochen werden eröffnet mit einer Wanderausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in der Stadtteilschule Bergedorf (GSB) am 14.4. um 14 Uhr mit dem Titel "In Hamburg habe ich meine Jugend gelassen" über die Geschichte der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Hamburg, Ladenbeker Weg 13 und beendet am 29.4. mit einem Evangelischen Gottesdienst zum Thema Gedenken in St. Michael, Gojenbergsweg 26. 

Höhepunkt der Wochen ist die Enthüllung eines Mahnmals am Kampdeich für die Zwangsarbeiterinnen in Bergedorf am 15.4. um 14 Uhr, das von einer Schülerin der Stadtteilschule Bergedorf in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jan de Weryha entworfen wurde. 

 

Das Programm ist ab Ende Februar in der Tourismus-Information im Hasseturm, Johann-Adolf-Hasse-Platz 1, und an vielen anderen Stellen erhältlich. Geplant und verantwortet wird das Programm von der AG Gedenken, die sich aus Vertretern der Parteien und Gewerkschaften, vielen Bergedorfer Institutionen, Vereinen, Schulen, antifaschistischen Initiativen, Kulturzentren, des Kirchspiels, der VVN-BdA HH und der Gedenkstätte, der Arbeitsgemeinschaft und des Freundeskreises des KZ-Neuengamme zusammensetzt. 

 

Fast alle Veranstaltungen sind ohne Anmeldung und mit freiem Eintritt zu besuchen. Das Programm ist ab Anfang März auch als PDF erhältlich unter  www.ag-neuengamme.de

 

Lesung aus dem Brautbriefwechsel

zwischen Dietrich Bonhoeffer und Maria von Wedemeyer 

 

Als Dietrich Bonhoeffer am 5.April 1943 von der Gestapo verhaftet wird, weil er seinen Schwager Hans von Dohnanyi unterstützt, der mit seinem Chef, Oberst Oster, ein Widerstandszentrum gegen Hitler aufbauen will, hat er sich gerade verlobt mit Maria von Wedemeyer. 

 

Am 9. April 1945 wird er im KZ Flossenburg hingerichtet. 

 

In diesen beiden Haftjahren findet ein reger Briefwechsel zwischen den beiden statt, den die Schwester von Maria von Wedemeyer, Ruth-Alice von Bismarck nach ihrem Tod veröffentlicht. Die Briefe sind ein Zeitzeugnis und nicht zuletzt dadurch so bewegend, dass der Leser weiß, dass alle Hoffnung vergeblich ist. 

 

Lesung mit Maria von Bismarck 

Dienstag, den 17.4., 19.30 Uhr in der Kirche St. Petri und Pauli ,Bergedorfer Schlosstrasse 2 

Eintritt: 5 Euro 

Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf

Kirche in Bergedorf zwischen 1933 und 1945

Die Würde des anderen zu achten ist ein grundlegendes Gebot in der Bibel. Dennoch hat ein Widerstand der Kirche in Bergedorf gegen die Verfolgung der Nationalsozialisten nicht stattgefunden. 

 

Wie konnte es dazu kommen und was können wir daraus lernen? 

 

Vortrag und Diskussion mit Frau Dr. Viktoria Asschenfeldt, Historikerin 

Mittwoch, den 18.4.2012, 19.30 Uhr in St.Michael, Gojenbergsweg 26 

Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf 

 

 

Wir können auch anders -

Wie interkulturelles Zusammenleben aussehen kann. 

 

In der Woche des Gedenkens erinnern wir uns an die Menschen, die verfolgt wurden, weil sie u.a. aus einer anderen Kultur , einem anderen Land, einem anderen Glauben kamen. 

 

Heute, nach über 60 Jahren, leben wir in einer multikulturellen Gesellschaft. Was haben wir gelernt in diesen 60 Jahren? Wo gibt es auch heute Vorurteile und Angst voreinander und wo gibt es Beispiel des gelungenen Zusammenlebens der Kulturen und der gegenseitigen Bereicherung von Menschen unterschiedlicher Herkunft?

 

Vortrag und Diskussion mit Frau Ulla Moser, Programmdirektorin der Spielscheune der Geschichten  www.spielscheune-der-geschichten.de

Mittwoch, den 25.4., 19.30 Uhr in St. Michael, Gojenbergsweg 26 

Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf

Evangelischer Gottesdienst zum Thema Gedenken

"Hört, ihr Ältesten, horcht auf ihr Bewohner des Landes. Ist so etwas jemals geschehen in euren Tagen und in den Tagen eurer Väter? Erzählt davon euren Kindern"(Joel1) 

 

Im Gottesdienst werden Menschen erzählen, wie sie die Zeit des Nationalsozialismus in Bergedorf erlebt haben. 

 

Sonntag, 29.April 2012 um 10 Uhr in St. Michael, Gojensbergweg 26 

Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf 

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