Malaysia, seit 1957 unabhängig, gilt als wirtschaftlich aufstrebend und ist als konstitutionelle Wahlmonarchie weltweit einzig.
Malaysia könnte zauberhaft sein: Mit vielen Stränden, fruchtbaren Ebenen an den Küsten, tropischem Dschungel, Hügeln und Bergen bis 4000 m versucht es mit Erfolg, Touristen anzuziehen. Ja, wenn es Korruption, Ungerechtigkeit und vor allem die Menschenrechtsverletzungen nicht gäbe.
Die Weltgebetstagsfrauen haben in ihrer Liturgie einen Weg gefunden, Ungerechtigkeiten, die „zum Himmel schreien“, anzuprangern: Sie lassen die Bibel sprechen. Die harten Klagen des Propheten Habakuk schreien zu Gott. Da sind sie gut aufgehoben. Habakuk, der in seiner Klage – auch gegen Gott – heftig austeilen kann, ermutigt die Christinnen, auch ihrerseits im Gebet ihre Klagen Gott vorzutragen. „Wir sehen, dass unterschiedliche Auffassungen im politischen und religiösen Bereich mit Gewalt unterdrückt werden... Stimmen für Wahrheit und Gerechtigkeit werden zum Schweigen gebracht. Korruption und Gier bedrohen deinen Weg der Wahrheit, Gott.“ Darf eine Frau so mutig und offen in den politischen Raum hineinreden? Weltweit wollen die Weltgebetstagsfrauen alle Christinnen und Christen am 2. März 2012 aufrufen, aufzustehen für Gerechtigkeit. Ermutigt durch die Zusage Jesu: Selig sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden.
Frauen und Männer sind herzlich zum Weltgebetstags-Gottesdienst am Freitag, den 2. März 2012 um 19:00 Uhr in die
Franz-von-Assisi-Kirche, Grachtenplatz 13, 21035 Hamburg eingeladen. Vorbereitet wird der Gottesdienst von Frauen aus den Kirchengemeinden St. Marien mit Edith-Stein, St. Michael, St. Petri und Pauli sowie Bergedorfer-Maschen.
Kontakt für Nachfragen:
Claudia Ernst
Bild: "Justice", Hanna Cheriyan Varghese, Bildrechte bei Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.