


Weil wir es schon einmal geschafft haben.
„Licht auf deinem Weg“ stand auf 8.500 Taschenlampen, die wir im Jahr 2005 den Mitgliedern unserer Gemeinde bei einem persönlichen Besuch schenkten. Sowohl die Besuche an sich, als auch das Geschenk kamen sehr gut an. Die Besuche waren ein wesentlicher Teil des Programmes „Mission 5“. Damit setzten wir inhaltlich die damals geschehene Fusion der Gemeinden Christophorus und Franz-von-Assisi um. Die Zahl 5 verweist auf die Schritte des Programms: 1. Konzeptentwicklung; 2. Kennen lernen der Gemeindegruppen untereinander; 3. Besuche aller Gemeindeglieder; 4. Neue Gesichter – Neue Aktive; 5. Gemeindefreizeit 2006)
Weil wir so unsere Gemeinde weiter entwickeln.
Alle Mitglieder sind eingeladen, die Gemeinde durch ihre Wünsche mit zu gestalten.
Weil wir uns auf den Weg zu „unseren Leuten“ machen müssen.
Bei einem durchschnittlichen Rückgang der Kirchenmitgliedschaft von jährlich etwa 2% muss etwas getan werden. Auch wenn der Rückgang nicht unwesentlich durch die Bevölkerungsentwicklung bedingt ist, müssen wir aktiv werden. Wir wenden uns erst einmal an die, die schon unsere Mitglieder sind, damit sie es auch bleiben.
Weil wir einen Auftrag dazu haben.
Jesus sagte seinen Jüngern: “Geht zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern! Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Und das sollt ihr wissen: ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt” (Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 28, Verse 19+20).
Weil Mission christlich ist.
Sendung zu Menschen, Verkündigung der guten Nachricht von Jesus Christus und Einladung zur Gemeinschaft begründet in der Taufe ist christliche Mission. Sie darf nie wieder, wie in der Geschichte viel zu oft geschehen, mit Gewalt und Zwang verbunden sein.
Weil wir Kirche auf dem Weg sind.
Nachfolge Jesu Christi heißt unterwegs sein. Nicht ihre Strukturen kennzeichnet die Kirche, sondern die Gemeinschaft der Christinnen und Christen auf dem Weg.
Weil die Sehnsucht nach Sinn zunimmt.
In einer freien Gesellschaft wie der unseren hat Orientierungslosigkeit zugenommen. Was macht Sinn? Worauf kann ich mein Leben gründen? Die gute Nachricht von Jesus Christus ist unser sinnstiftendes Wort.
Weil auf dem Weg sein schon erfüllend ist.
Viele, die im Jahr 2005 unsere Besuchsaktion mitmachten, empfanden das als überaus positiv für sich selber. Was zählte, war nicht die Überwindung los zu gehen, sondern das Erleben der Freude, die die Begegnungen auslöste: Bei den Besuchten und bei den Besuchenden gleichermaßen.
Weil Gott sich über jeden Menschen freut.
Was zählt, ist nicht die Zahl der Kirchenzugehörigkeit auf dem Papier. Es sind die Menschen, die unsere Gemeinde ausmachen. Deshalb gratulieren wir jedem Menschen zu seinem Geburtstag. Um es mit einem Kindergeburtstagslied zu sagen:“Wie schön, dass Du geboren bist. Wir hätten Dich sonst sehr vermisst. Wie schön, dass wir beisammen sind. Wir gratulieren Dir Geburtstagskind.“
Weil Wünsche ein Anfang sind.
Wer einen Wunsch an uns richtet, erwartet etwas von uns. Wir freuen uns zwar, wenn Menschen mit unserer Gemeinde „wunschlos glücklich“ sind. Aber es gibt immer etwas zu tun. Was in unserer Kraft steht, wollen wir erfüllen. Was sie übersteigt, kann vielleicht mit anderen zusammen in Erfüllung gehen. Was menschliche Kraft übersteigt, liegt in Gottes Hand. Wir vertrauen dann darauf, dass unsere Fürbitte aus dem Wunsch Segen hervorbringen wird.
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Was passiert, wenn wir zugeben, dass wir uns immer noch was wünschen?
"Wir sind hier doch nicht bei Wünsch Dir was!" - so etwas muss man sich anhören, wenn man sich nicht der Realität mit ihren Krisen und "wir-müssen-alle-den-Gürtel-enger-schnallen"-Ideologie unterwirft. Wer sich trotzdem noch ein besseres Leben ausmalt, sich eine Zukunft erträumt, wird belächelt oder als Träumer weg gemobbt. Wünsche sind zur Zeit nicht gefragt.
Aber was darf ich mir denn wünschen?
Es muss ja nicht gleich der rote Ferrari sein - oder das schwarze Pferd. Diese Wünsche meinen wir ja doch nicht ernst: 500 PS in der Spielstraße geht einfach nicht und hoch zu Ross zu Penny sieht ja auch blöd aus. Aber was können wir uns denn dann noch wünschen?
Natürlich können wir uns Frieden und Gesundheit und vielleicht noch ein gutes Neues Jahr wünschen. Das ist so richtig und so allgemein, das passt immer. Oder viel Glück (und viel Segen). Auch das sind Standards, die nichts sagen und niemandem weh tun.
Natürlich hängt das Wünschen auch davon ab, was "man" schon hat: Die einen haben eine Menge von allem und können sich doch immer noch mehr leisten. Das liegt entweder am Alter oder am Einkommen: Da sind "Wünsche" eher Theorie. Die haben einfach alles, denen schenkt man schon wieder was Selbstgebasteltes.
Den anderen fehlt es am Nötigsten und da fällt das Wünschen schon deshalb schwer, weil man aus der Übung ist und vor allem nicht weiß, wo anfangen.
Und wir als Christen? Wir gelten ja gemeinhin als bescheiden und sagen nicht so direkt, was wir wollen. Das Ego streicheln ist keine christliche Tugend.
Was passiert, wenn wir uns doch etwas wünschen?
1. Wir kriegen raus, was wir wirklich brauchen.
2. Wir geben zu, das wir nicht alles aus uns selbst heraus schaffen können, dass wir aufeinander angewiesen sind.
3. Wir sehen mit Spannung in die Zukunft und - warten!
Mit einem Wort: Hoffnung
Wünsche öffnen ein Fenster in die Zukunft. Sie lassen die frische Luft und das klare Licht eines neuen Morgens in unsere verstaubten Lebensräume. Und Wünsche machen Wunder. Jesus fragt fast immer: "Was willst Du, das ich Dir tue? - Was wünschst Du Dir?" Er wartet die Antwort ab und heilt erst dann. Ich bin mir sicher, dass Gott unser Leben mit Wundern überschütten will, wenn wir endlich damit anfangen, zuzugeben: Da ist noch was. Da gibt es in mir eine ungestillte Sehnsucht. Da ist etwas, was fehlt. In diesem Jahr wollen wir als Gemeinde solche Wünsche sammeln und zu Gott tragen. Was wünschst Du Dir?
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